Firmengeschichte


Der Betrieb der Familie Wensauer wurde im Jahre 1863 von Ludwig Wensauer gegründet, der während seiner Wanderjahre nach Anzenkirchen kam und hier einen idealen Standort für sein Vorhaben, eine eigene Hammerschmiede zu gründen, fand.

Er baute die Schmiede in den folgenden Jahren ständig aus und als er an den Sohn Meinrad Wensauer weitergegeben wurde, lieferten bereits fünf Wasserräder die Energie für die Hämmer.
Eine mechanische Werkstatt inklusive Dreschmaschine war dazu gekommen. Meinrad Wensauer verstand es, die Produkte und Arbeitsgebiete der väterlichen Schmiede dem zunehmenden technischen Fortschritt anzupassen: in der Hammerschmiede taten nun ein neues Hammerrad und ein großer Hammergrindel aus einem riesigen Eichenstamm ihren Dienst.

Die Wasserkraft wurde jetzt zur Elektrizitätsgewinnung genutzt und die Arbeit so effizienter. In der mechanischen Werkstatt wurden vor allem verschiedene Teile für Maschinen und Antriebselemente hergestellt. Meinrad Wensauer begann außerdem noch mit Schrott und mit landwirtschaftlichen Maschinen zu handeln.
Als die dritte Generation mit Eduard Wensauer den Betrieb im Jahre 1950 übernahm, war es wieder an der Zeit, sich an veränderte Bedingungen anzupassen.

Mit der zunehmenden Mechanisierung in allen Bereichen waren handgeschmiedete Werkzeuge nicht mehr gefragt und so veränderte man die Produktpalette der Schmiede: es wurden Zierstäbe für Geländer und Toranlagen hergestellt, geschmiedete Maschinenteile und schließlich auch die Glockenklöppel, welche mittlerweile den Hauptteil der Schmiedearbeiten bilden.
In der mechanischen Werkstatt wurden Antriebsteile, Turbinenwellen und Laufräder hergestellt. Hinzu kamen noch verschiedene Reparaturarbeiten an Bau- und Landmaschinen.

Außerdem gewann der von Meinrad Wensauer begonnene Schrotthandel immer mehr an Umfang.
Anfang der Siebziger Jahre übernahm Eduard Wensauer jun. (geb. 1942) den Betrieb und leitet diesen bis heute. Auch in der vierten Generation erlebt das Rottaler Hammerwerk ständige Erweiterungen. In allen Betriebsbereichen wurden immer wieder neue, moderne Maschinen angeschafft, der Schrotthandel gewinnt bis heute immer mehr an Bedeutung.
Eine der wichtigsten Anschaffungen in der mechanischen Werkstatt ist eine CNC-gesteuerte Drehmaschine, die größtmögliche Genauigkeit in der Metallbearbeitung ermöglicht. Auch die Schmiede wurde laufend erweitert; die Glockenklöppel werden mittlerweile auch in das europäische Ausland geliefert und bringen Glocken in der ganzen Welt zum Läuten. Das bestehende Betriebsgelände wurde ständig an den Schrotthandel angepasst, der Fuhrpark erweitert und eine Lagerhalle für Metalle errichtet. Im Moment wird gerade eine weitere Halle zur Lagerung von verschiedenen Arten von Spänen errichtet und eine zweite, moderne Fahrzeugwaage installiert.

Das Rottaler Hammerwerk ist weiterhin ein Familienbetrieb mit mittlerweile 17 Beschäftigten.

Auch die fünfte Generation ist bereits in die Firma integriert und wird dafür sorgen, dass der Betrieb auch weiterhin bestehen bleibt und sich an die Veränderungen der Technik und des Marktes anpasst und auch in Zukunft wachsen wird.